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Die Firma "Elektroakustik" in Kiel

uraltes ELAC Logo
modernes ELAC Hifi
ELAC D798 H30 Abtaster
im Revox B795 Tonarm

"ELAC in Kiel sei sehr breit aufgestellt". Mit diesem trivialen Spruch umschreibt man ein (zu großes) Produktspektrum, das zum Nachdenken anregt. (Es stimmte nämlich anfänglich überhaupt nicht.)

ELAC hatte nämlich den ersten MM (moving magnet) Magnet-Tonabnehmer erfunden oder besser gesagt - bis zur Perfektion entwickelt. Vorher gab es fast nur und davon viele Kristall- systeme und später auch sogenannte elektrodynamische Tonabnehmer. Dort bewegte sich ein am Nadelträger angebrachtes Eisenplättchen vor einem fest montierten Magneten und erzeugte in einer festen Spule das Ausgangs- signal.

ELAC bewegte den Magneten und hatte Anfang der 1960er Jahre dieses Patent auf den bewegten Magneten, nach bisherigen Informationen weltweit. Es war insbesondere für die neuen Stereo- Tonabnehmer die bessere Konzeption. Die amerikanische Firma Shure lizenzierte diese Technik und erlangte damit Weltruf.

ELAC baute zwar ebensolche hervorragenden Abtaster, wurde aber dennoch im Bereich der Tonabnehmer nur mittelmäßig bekannt. Die ELAC Marketing-Abteilung hatte eine viel  zu "engstirnige" Auffassung von "Weltmarkt". SHURE machte das um Dimensionen besser.

ELAC entwickelte und baute aber gleichzeitig auch sehr hochwertige Plattenspieler, mittelmäßige Verstärker und später (zu John & Parter/Seikrits Zeiten) auch noch hochwertige Lautsprecher.

Aufgrund des etwas "unglücklichen" Designs insbesondere nach 1963 konnten sie DUAL bei den Plattenspielern nie das Wasser reichen. Zum Glück haben sie sich von Bandgeräten aller Art ferngehalten.

Zur Zeit der Einführung von UKW-Stereo (1961) und später bei der Einführung der Quadrophonie (1972) wurde bei ELAC kräftig geforscht und viele hochkarätige Presse-Artikel wurden von Elac Mitarbeitern veröffentlicht.
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Ab Herbst 1963 von DUAL überrundet

Für uns spielt ELAC bei den Plattenspielern keine so große Rolle (mehr) 1963 mit dem ganz neuen DUAL , obwohl sie 1961 den ersten deutsche Hifi Spieler und Wechsler vorgestellt hatten. Die Marktführerschaft bei Plattenspielern hatte - wie schon gesagt - DUAL ab Ende1963 übernommen, also den gesamten Weltmarkt total übernommen.

Bei den Magnetsystemen jedoch hatte ELAC wirklich Hervorragendes zu bieten. Bei Revox wurden in den B795 und B791 unter anderen die Typen 796 H30 eingesetzt. Dieses (nicht Moving-Coil !!) Magnet-System liefert eine Klangqualität, die fast nicht zu übertreffen war und ist.

Irgendwann hatte die Akustik Abteilung von ELAC den Zug der Zeit verschlafen
oder "sie" hatten die falschen Produkte und auch die Patenteinnahmen (von Shure) liefen nach 17 (oder 20) Jahren aus und die gesamte Firma ELAC ging (für uns Kunden bzw. Leser recht überraschend) in Konkurs. (Das war sehr sehr ähnlich zu Telefunken, die auch in Lizenz-Einnahmen schwelgten, bis diese plötzlich abrupt aufhörten.)

Der Lautsprecher-Entwickler Wolfgang Seikrit kaufte einen Teil von der ELAC Konkursmasse zusammen mit Herrn John (von John und Partner) und versuchte einen Neuanfang in einem damals gerade kaputten übersättigten Markt.

Aus den inzwischen (im Juni 2015) eingelandeten 900 kg Hifi Magazinen werden die Artikel und Pressenotitzen hier eingefügt.
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