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Das "hochglänzendste" High-End Magazin "Image Hifi"

von Gert Redlich um Juli 2015 - Dieses extrem "hochglänzende Hochglanz-" Magazin (Erstausgabe Heft 1, Jan./Feb. 1995) spielt wirklich nur mit den Träumen der Leser. Im Editorial steht zwar öfter genau das Gegenteil, doch ich bin ja nicht blind (und auch nicht blöd). Es hat die "glänzendste" farblos überlackierte Frontseite und die "nichtssagendsten" Fotos (habe auch mal ganz bewußt gleich 2 Superlative angewandt) drauf. Die Fotos sind sicher sehr hübsch und technisch hervorragend, aber völlig ohne Aussage.

Das Foto einer Tieftonmembrane sagt nun mal überhaupt nichts über deren Qualität aus. JBL hatte über Jahre weiße Tieftonmembranen (JBL 4310) und laut Statistik kauften die Amerikaner diese JBL-Boxen wie blöd, genauso wie die Weißwandreifen ihrer Oldsmobile und Cadillacs Super-Edelschlitten, jedenfalls damals.

Die Geschichten und Storys sind vielleicht interessant zu lesen
, wenn man als Musik- oder Technik- Freak nicht direkt und errnsthaft in der tiefen Audio-Technik und -Elektronik drinnen steckt.

Was aber wiederum bemerkenswert ist
, in manchen Artikeln steckt erstaunlich viel Wahrheit, wie zum Beispiel, man solle doch erst mal die 220 Volt Hausverkabelung überprüfen lassen und vor allem in Ordnung bringen lassen, ehe man für 800.- DM eine (völlig nutzlose) vergoldete Super-High-End Steckdosenleiste kauft. Das ist ja fast schon ketzerisch, mit solch kritischen Tönen ein ganzes Geschäftsmodell ins Wanken zu bringen.

Auch bei den Vinyl-Schallplatten kommt hin und wieder der Nebensatz, daß die Qualität nicht immer das Feinste vom Feinsten ist und man sehr genau aufpassen muß, welche Pressung (also die Pressung Nummer 1 oder die letzte Pressung Nummer 10.000) man - zufällig - erhält.

Also eigentlich wissen die Macher dort schon um die Schwächen der Vinyl-Platten und der Lautsprecher, aber was machts, die Glorien lassen sich doch viel besser verkaufen.
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Im Vergleich herausragend - die saubere Beschriftung

Da sich die Menge der Hifi Zeitschriften und Hifi-Magazine hier in der Museums-Redaktion inziwschen auf über 1,5 Tonnen beläuft, kann ich einen sehr realen Vergleich ziehen.

Während mehrere andere Herausgeber sogar die Jahreszahlen "vergessen"
oder unterdrückt hatten (um der jeweiligen Ausgabe ein längeres "Leben" oder eine längere Aktualität zu bescheren), ist image-hifi - für den Leser - vorbildlich. Das ist lobenswert und wirklich mustergültig. Und das kann ich voll und ganz bestätigen.
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