Sie sind hier : Startseite →  Hifi Hersteller (8) Lautsprecher→  Infinity (USA)

Die Garagenfirma INFINITY aus Californien (von 1972)

1969 - Die berühmte Garage von Infinity - vermutlich gibt es nur dieses eine Foto davon.

Über die Gründung und die Ideen der beiden Gründer gibt es mehrere Legenden, Geschichten oder Glorien (oder auch Promotion-Texte), die immer wieder hervor- gekramt werden.

Die "Firma" Infinity basierte auf den Ideen und dem Tatendrang der beiden Entwickler um 1968/69. Es gibt da viele Parallelen zum Beispiel mit Boothroyd & Stuart in England (1975 Orpheus und 1977 Meridian) oder Hewlett & Packard (Computer) in USA. Wir entnehmen eine der Stories aus der Inifinity Historie des Harman Deutschland Prospektes von 2003.

Denn mindestens der Name Infinity und das Image der Boxen wurde mehrfach (an Investoren) verkauft und ist durch mehrere Hände gegangen. Auch wurde der Name Infinity fürchterlich ausgeschlachtet und im Laufe der Zeit wurden massenweise Infinity Boxen der untersten Preisklasse hergestellt und beworben. Auch hier gibt es Parallelen - zu "OHM" zum Beispiel, die ja eigentlich nur die Box mit dem Walsh Trichter hatten und dann auch lauter Müll nachgeschoben hatten - bis der Name "OHM" ein für alle Male kaputt war.

Doch erst einmal kommt ein Werbetext aus einer Broschüe von "Audio Int'l" aus 1980. Die anderen Artikel sind noch in (unter) den Zeitschriftenbergen in der Redaktion vergraben.

.

„Die spinnen ja, die Infinity's!"

Palisander der SS1
Eiche der Reference Standard
ein älteres Modell

Vom teuersten Lautsprecher der Welt und sonstigen Einmaligkeiten.
(Anmerkung : Ein Werbetext von Audio Int'l aus 1980)

Infinity hat viel mit Audio Int'l gemeinsam. Vielleicht verstehen die beiden sich deshalb so gut. Beide Firmen haben mal in der väterlichen Garage angefangen. Beide haben noch nie auf den (HiFi-) Geschmack der Leute geachtet. Beide verkaufen nur das, was sie für gut halten. Beide werden von (relativ) jungen Männern geleitet, die, bevor sie dem HiFi-Rausch verfielen, etwas ganz anderes gemacht haben.

1972 - Ein Mathematiker und ein Physiker

Im Falle Infinity waren es (Anmerkung : je ein ...) Mathematiker und ein Physiker, die sich ums amerikanische Raumfahrt- programm kümmerten. Und nur abends von einem Lautsprecher träumen durften, der ihnen sämtliche Wünsche, die sie als Musikliebhaber hatten, erfüllen konnte. Sie haben ihn gebaut, damals vor 8 Jahren (1972) : die legendäre Servo Static 1.

Von ihr sagte das „Consumer Digest" (in 1972) : „Dieses Lautsprechersystem ist das Gewaltigste, was wir je zu hören bekommen haben". Typisch für Infinity war, wie sie damals an die Arbeit gingen. Kosten oder gar Absatzchancen spielten bei der Entwicklung gar keine Rolle. (Anmerkung: So schreibt es die Legende!!)

Das merkte man, denn die Servo Static 1 bestand aus zwei schrankgroßen Elementen, die mit Elektrostaten bestückt waren und einem separaten Riesen-Basswürfel; für einen - wenn auch gut betuchten - Normalbürger war dieses Monstrum gar nicht unterzubringen. Aber welche Musik da heraus kam, das war schon eine bis dato unerhörte Ohrenweide.

Nachgelegt - die 2000A

Nicht viel später gab es die Infinity 2000 A, ein Lautsprecher, für den Fans heute mehr bezahlen, als er damals gekostet hat. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Der EMIT wurde erfunden, ein Hochtöner, der fast so arbeitet wie ein Elektrostat, aber nicht dessen Nachteile hat (er braucht z.B. kein Netzteil). Die Fachwelt horchte buchstäblich auf und rief geschlossen „Heureka". Dann kam der EMIM, der Mittelhochtöner, gebaut nach dem gleichen Prinzip und auch die gleiche Reaktion der Kritiker hervorrufend. Es entstand eine ganze Range von Lautsprechern, die stets Infinity's Philosophie widerspiegelten: Musik so zu reproduzieren, wie sie gespielt wurde, absolute Wiedergabetreue im gesamten Frequenzbereich, nichts zu verschweigen, nichts hinzuzufügen.

Marketing Image über Gigantomanie

Kurz nachdem Infinity's kleinster Lautsprecher auf den Markt kam (der Infinitesimal - natürlich auch mit einem EMIT) oder die Qe, da gibt's schon wieder eine Sensation: Die Infinity Reference Standard. Und das stellt zum wiederholten Mal alles, was auf diesem Sektor existiert, in den dunkelsten Schatten.

Nicht nur, daß es wohl der teuerste Lautsprecher der Welt wurde. Es ist ohne Zweifel wohl auch der technisch aufwendigste. Insgesamt 12 Bass-Systeme werden von 2 je 1.5 kW (!!) Mono-Verstärkern betrieben. Die Frequenzen ab 60 oder 120 Hz (stufenlos wählbar) werden von insgesamt 24 EMIM- und insgesamt 72 EMIT-Systemen übernommen. (Damit Ihnen der Kopf nicht so schwirrt: die Zahlen gelten für beide Lautsprecher - links und rechts - zusammen.) Dazu kommt eine Unzahl von technischen Rafinessen, über die man ein ganzes Buch schreiben könnte.

„Die spinnen ja, die Infinity's", sagte ein Asterix-bewanderter deutscher Techniker, als er die IRS zum ersten Mal sah. „Wohl doch nicht", als er sie zum ersten Mal hörte.

Infinity Reference Standard, mit rund 45.000 DM der wohl teuerste Lautsprecher der Welt. Aber wohl auch der technisch aufwendigste.

„Wir konnten absolut nichts finden, was sich auch nur irgendwie kritisieren läßt."

Anmerkung : Wie oben schon gesagt, das ist ein Werbetext aus einer Messe-Beilage, der einiges beschönt und vieles verschweigt. Aber das kommt alles noch.

.

- Werbung Dezent -
Zurück zur Startseite © 2007/2024 - Deutsches Hifi-Museum - Copyright by Dipl.-Ing. Gert Redlich Filzbaden - DSGVO - Privatsphäre - Zum Telefon der Redaktion - Zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - Tag und Nacht und kostenlos natürlich.

Privatsphäre : Auf unseren Seiten werden keine Informationen an google, twitter, facebook oder andere US-Konzerne weitergegeben.