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Ein Blick in das Revox B251 Service Manual von 1983

Da der Revox B251 Vollverstärker seit weit über 15 Jahren seinen Dienst zur "vollsten Zufriedenheit" (eigentlich ist es sogar mehr als das) tut, möchte ich doch etwas mehr über das sichtbare und unsichtbare Innenleben des B251 publizieren.

Erst durch den Pegelunterschied an den Tape Out Buchsen hatte ich mir das Service Manual heruntergeladen und mal genauer rein gesehen und gelesen. Da steht schon eine Menge von dem drinnen, das man auf Anhieb nicht sieht. - Die Reparaturanleitungen, insbesondere der Ausbau der Baugruppen ist nur spärlich erklärt, - dort sind daher eine Menge Kommentare notwendig.

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Die B251 SERVICEANLEITUNG
"SERVICE INSTRUCTIONS"

Zum Gebrauch dieses Handbuches : Das vorliegende Handbuch ist grob in 8 Abschnitte unterteilt :

Inhaltsverzeichnis DEUTSCH und die
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  • Kapitel 1 bis 4 des deutschen Textes
  • Kapitel 5 Schemata
  • Kapitel 6 Ersatzteil-Liste
  • Kapitel 7 Technische Daten in allen drei Sprachen

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INHALTSVERZEICHNIS

  Kapitel mit Beschreibung Seite
1. INDEXLISTE DER BEDIENUNGSELEMENTE  
1.1 Bedienungselemente auf der Frontplatte 1/1
1.1.1 Allgemein 1/1
1.1.2 Bedienungselemente MONITOR S.ELECTOR 1/1
1.1.3 Bedienungselemente RECORD OUTPUT 1/2
1.1.4 Bedienungselemente Anzeigefeld 1/2
1.2 Anschlussfeld 1/2
1.3 Zubehoer 1/3

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  • Anmerkung bzw. Vorab-Erläuterung : Hier kommt häufig die Bezeichnung  "PCB" vor, das sind unsere Elektronik-Platinen mit den Bauteilen auf den "gedruckten Schaltungen", auf Englisch "printed circuit board".

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2. AUSBAUANLEITUNG  
2.1 Entfernen des oberen Deckbleches 2/1
2.2 Entfernen des unteren Deckbleches 2/1
2.3 Entfernen der seitlichen Abdeckungen 2/1
2.4 Entfernen der Frontplatte 2/1
2.5 Bedienungseinheit ausbauen 2/1
2.5.1 REMOTE PROCESSOR PCB 1.725.730 ausbauen 2/1
2.5.2 Kontaktmatte und Keyboard-PCB ausbauen 2/1
2.5.3 Display PCB ausbauen 2/2
2.6 Hinteres Abdeckblech ausbauen 2/2
2.7 Kuehlaggregat inklusive POWER AMPLIFIER PCB 1.725.800 ausbauen 2/2
2.8 Input PCB 1 .725.700 ausbauen 2/2
2.9 Netzteil ausbauen 2/3
2.10 Netztei1sieherung auswechseln 2/3
2.11 Lampe der Display-Beleuchtung auswechseln 2/3
2.12 Endstufensi cherungen ausWechseln 2/3
2.13 Zusammenbau 2/3
3. FUNKTIONSBESCHREIBUNG  
3.1 INPUT UNIT 3/1
3.1.1 INPUT PCB 1.725.700 3/1
3.1.2 V0LUME PCB 1.725.710 3/2
3.2 Endstufe POWER AMPLIFIER 3/3
3.2.1 Vorstufe (auf POWER AMPLIFIER PCB 1.725.800) 3/4
3.2.2 Leistungsstufe (auf POWER AMPLIFIER 1.725.800) 3/4
3.2.3 Ruhestromregelung {auf BIAS C0NTR0L PCB 1.725.790) 3/4
3.4 SWITCHING POWER SUPPLY UNIT 3/5
3.5 MICROCOMPUTER CONTROL UNIT 3/6
3.5.1 Remote Microcomputer 3/6
3.5.2 Main Microcomputer 3/7
3.6 CQMMAND UNIT 3/8
3.6.1 Keyboard 3/8
3.6.2 Display 3/8
3.6.3 Remote Control Receiver 3/8
4. EINSTELLUNGEN UND KONTROLLEN  
4.1 Allgemeines VI
4.U1 Eingangsteil INPUT PCB 1.725.700 vi
4.1.2 Messgeraete und Hilfsmittel vi
4.2 Netzteil 1.725.830 kontrollieren V2
4.2.1 Kontrolle der Speisespannungen 4/2
4.3 Messungen und Einstellungen an der Endstufe 4/3
4.3.1 Kontrolle der POWER ON-Schaltung 4/3
4.3.2 Hessaufbau 4/3
4.3.3 Kontrolle der Endtransistoren 4/3
4.3.4 Kontrolle der DC-Arbeitspunkte des Eingangsteils 4/3
4.3.5 Kontrolle der OC-Aroeitspunkte (mit BIAS CONTROL PCB) 4/4
4.3.6 Einstellen der Symmetrie 4/4
4.3.7 Ruhestrom einstellen 4/4
4.3.8 PEAK PROGRAM METER einstellen 4/4
4.4 Schaltnetzteil ueberpruefen 4/4

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5. SCHALTUNGS-SAMMLUNG - nur teilweise und in Ausschnitten
6. ERSATZTEIL-LISTEN - sind hier nicht enthalten
7. TECHNISCHE DATEN

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1. INDEXLISTE DER BEDIENUNGSELEMEMTE

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1.1 Bedienungselemente auf der Frontplatte

1.1.1 Allgemein (nummerierte Referenzen zum Front-Bild)

{1} POWER/STANDBY «ON» Ein/Aus-Taste des Verstärkers (der B251 ist immer am Netz)
{2} LED für Anzeige (rot) für folgende Zustände:
  a) bei ausgeschaltetem ans Netz angeschlosssenem Gerät leuchtet sie als STANDBY-Anzeige
  b) bei eingeschaltetem Gerät leuchtet sie, wenn die Taste SUBSONIC {9} gedrückt wurde
  c) bei eingeschaltetem Geraet leuchtet sie, wenn ein Eingang gewaehlt wurde, bei welchem die Funktion SUBSONIC abgespeichert wurde.
{9} SUBSONIC ON, Taste fuer Subsonic-Fi1ter
{11} TREBLE, Tonblende fuer hohe Frequenzen
{12} BASS, Tonblende fuer tiefe Frequenzen
{13} MODE, Mono-Stereo-Schalter
{14} BALANCE RIGHT, Taste für Balance-Einstellung rechter Kanal
{15} Empfängerfenster der Infrarot-Fernsteuerung
{16} BALANCE LEFT, Taste für Balance-Einstellung linker Kanal
{17} SPEAKERS, Lautsprechergruppen- und Kopfhörerschalter
{18} HEAOPHONES, 2 Anschlussbuchsen für Kopfhörer (200 bis 600 0hm.)
{19} HEAOPHONES, vierstufiger Schalter für Lautstärke der Kopfhörerausgänge
{27} Display, multifunktionales Anzeigefeld für Pegel und Volumeneinstellung
{28} VOLUME - Taste fuer Lautstärkenabschwächung
{29} VOLUME + Taste fuer Lautstärkenerhöhung
{30} -20 dB, Taste fuer Lautstärkenabschwächung um -20 dB
{37} TONE C0NTR0L, Taste fuer Klangregelung ein/ausschalten
Die Bedienungselemente auf der Frontplatte des B251

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1.1.2 Bedienungselemente MONITOR SELECT0R

{10} PH0N0, Umschalter fuer Kapazätaet des Plattenspieler-Eingangs oder Wahl des Moving Coil-Eingangs
{31} TAPE 1, Quellenwanl Tonbandeingang 1
{32} TUNER, Quellenwahl Tunereingang
{33} PH0N0, Quellenwahl Plattenspielereingang
{34} TAPE 2, Quellenwahl Tonbandeingang 2
{35} DISC, Quellenwahl Compact-Disc Plattenspieler
{36} AUX, Quellenwahl Reserve-Eingang

1.1.3 Bedienungselemente RECORD OUTPUT

{3} MONITOR, Taste fuer Monitorfunktion:
  a) gedrückt = gewaehltes Quellensignal an den Ton» bandausgaengen
  b) gelöst = Quellensignal fuer die Tonbandausgaenge wird mit den Tasten RECORD OUTPUT {4} »«« {8} bestimmt
{4} TAPE COPY, Taste fuer Ueberspielungen von Bandgeraet zu Bandgeraet
{5} TUNER, Tonbandausgangssignal vom Tuner-Eingang
{6} DISC, Tonbandausgangssignal vom Disc-Eingang
{7} PHONO, Tonbandausgangssignal vom Phono-Eingang
{8} AUX, Tonbandausgangssignal vom Aux-Eingang

1.1.4 Bedienungselemente Anzeigefeld

{20} INPUT SENSITIVITY, Taste für Eingangsempfindlichkeit einstellen
{21} SPEAKERS B SENSITIVITY, Taste für Lautstärke-Unterschied Lautsprechergruppe A zu B einstellen
{22} POWER ON VOLUME, Taste fuer maximale Einschalt-Lautstärke einstellen
{23} STORE, Speichertaste fuer Funktionen {9} und {20} bis {22}
{24} LEVEL DISPLAY, Taste fuer Pegelanzeige des Tonband-Ausgangs am Display {27} (Peak Program Meter)
{25} VOLUME DISPLAY, Taste fuer Volumenanzeige am Display {27} {statisch)
{26} POWER DISPLAY, Taste fuer ausgesteuerte Leistung in Watt am Display {27} (Peak Program Meter)
{27} DISPLAY, Anzeigefeld zeigt den mit den Tasten {24} bis {26} gewaehlten Modus an

1.2 Das Anschlussfeld auf der Rückseite

{45} REMOTE POWER ON, Anschluss fuer timergesteuertes Einschalten des Verstaerkers durch das Kassettentonband-geraet REVOX B710
{46} TAPE TRANSPORT B77/B710, Anschluss fuer Fernbedienung der Laufwerkfunktionen des Tonbandgeraetes B77 oder des Kassettengeraetes B710 mit der Infrarot-Fernbedienung 8 201 (Option)
{47} Netzanschluss-Buchse
{48} TAPE 2, Ein- und Ausgaenge fuer Tonbandgeraet 2
{49} TAPE 1, Ein- und Ausgaenge fuer Tonbandgeraet 1
{50} TUNER, Tuner-Eingang
{51} DISC, Eingang fuer Compact Disc Spieler
{52} SEPARATED, Trennschalter fuer die Verbindung Vorstufe-Endstufe
{53} MONITOR IN, Endstufen-Eingang
{54} MONITOR OUT, Vorstufen-Ausgang
{55} AUX, Hilfs-(Reserve) Eingang
{56} PHONO MM, Eingang fuer Plattenspieler mit dynamischer Tonzelle (Moving Magnet)
{57} PHONO MC, Eingang fuer Plattenspieler mit Moving Coil-Tonzellen oder zweiter MM-Eingang (Option)
{58} SPEAKERS A, Anschlussklemmen fuer Lautsprechergruppe A
{59} SPEAKERS B, Anschlussklemmen fuer Lautsprechergruppe B
{60} Erdungsklemme fuer den Plattenspieler
Das Anschlussfeld auf der Rückseite des B251

1.3 Zubehör (inzwischen weitgehend vergriffen)

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  1. Fernbedienung B201 - Best. Nr. 31201
  2. Einbaukit 3251 IR-TAPE REMOTE KIT - Best. Nr. 78666
  3. Einbaukit MC-Eingang - Best. Hr. 78670
  4. Einbaukit MM-Eingang - Best. Nr. 78668
  5. Kabel REMOTE POWER ON - Best. Nr. 33209
  6. Winkel fuer Montage in 19"-Rack - Best. Nr. 34100

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2. AUSBAUANLEITUNG

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Achtung : Vor Entfernen der Abdeckbleche unbedingt den Netzstecker ziehen. Beim Ausbau der Printkarten muessen die ESE-Hinweise beruecksichtigt werden. Das sind die gefährlichen elektrostatischen Aufladungen des Körpers des Service-Technikers. - Also immer mit einer Hand das Metall-Chassis anfassen.
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  • Anmerkung : Vor dem Demontieren irgend eines Teils, auch der beiden Abdeckungen oben und unten, immer erst ein leeres Schächtelchen für Schrauben und Unterlegscheiben bereit stellen, damit die Schrauben alle an einer Stelle zu finden sind. Im Laufe der Demontage werden es erstaunlich viele, die auf dem Werktisch schnell "verschwinden" können.

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2.1 Entfernen des oberen Deckbleches (Fig. 2.1)

An der Rueckseite zwei Schrauben {A} loesen. Deckblech nach Hinten ausfahren.

2.2 Entfernen des unteren Deckbleches (Fig. 2.2)

An der Unterseite fuenf Schrauben {B} loesen. Unteres Deckblech abheben.

2.3 Entfernen der seitlichen Abdeckungen

Seitlich je zwei Schrauben loesen. Abdeckungen entfernen.

2.4 Entfernen der Frontplatte

Ausbau gemäß 2.1 (Deckel oben) und 2.3 (beide Seitenteile). Die sechs Drehknöpfe abstreifen (vorsichtig abziehen). - Zwei Schrauben oberhalb und zwei Schrauben unterhalb des Gerätes lösen (Achtung: Masse-Federn und Spannscheiben nicht verlieren) - Die Frontplatte kann über die Potentiometer und Schalter weggestreift werden.
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2.5 Bedienungseinheit ausbauen (Fig. 2.3 und- 2.4)

Ausbau gemaess 2.1 bis 2.4. (Also vorher 2.1 Deckel oben und 2.2 Deckel unten und 2.3 beide Seitenteile demontieren) - Dan sieben Schrauben {C} lösen. Sämtliche Befestigungsmuttern der Potentiometer, Schalter und Kopfhörerbuchsen {D} lösen. - Steckverbindungen {E} vorsichtig lösen, die Bedienungseinheit kann weggenommen werden.
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2.5.1 REMOTE PR0CESS0R PCB 1.725.730 ausbauen

Ausbau gemaess 2.5. - CIS-Stecker auf IR-Empfaenger ausziehen. Vier Rastfedern durch leichtes Auseinanderbiegen loesen und den Print vorsichtig ueber die Fuehrungsbolzen streifen.

2.5.2 Kontaktmatte und Keyboard-PCB ausbauen

Ausbau gemaess 2.1 bis 2.5.1. - Die Steckverbindung zwischen den beiden Prints loesen. Sämtliche Rastfedern durch leichtes Auseinanderdruekken loesen und den Keyboard-Print vorsichtig ueber die Fuehrungsbolzen wegziehen. - Die Kontaktmatte ist nun ebenfalls zugaenglich.

2.5.3 Display PCB ausbauen

Mit einem feinen Stift (oder Schraubendreher) vorsichtig von der Seite her die Rastfedern auseinander druecken. - Der Print kann vorsichtig von der Bedienungseinheit geloest werden.

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2.6 Hinteres Abdeckblech (die Rückwand) aus- bzw. abbauen (Fig.2.5)

Ausbau gemäss 2.1, 2.2 und 2.3. - 21 Schrauben (das sind die 17 eingekringelten Schrauben von hinten und die 4 seitlichen Schrauben mit den Pfeilen von der Seite !!) {F} lösen. - Das hintere Abdeckblech kann dann über die im Gerät verbleibenden Cinch-Buchsen "weggestreift" werden.
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  1. Anmerkung : Hier macht sich ein 25.- Euro Akkuschrauber wirklich bezahlt.

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2.7 Kuehlaggregat inklusive POWER AMPLIFIER PCB 1.725.800 ab- bzw. ausbauen (Fiq. 2.6 und 2.7)

Ausbau gemaess 2.1. - CIS-Stecker auf POWER AMPLIFIER PCB 1.725.800 ziehen.

Auf jeder Seite des POWER AMPLIFIER PCB's je fünf Flachstecker abziehen (Fig. 2.6). - Am ersten (vorne) und am letzten (hinten) Kühlrippensegment je zwei Schrauben lösen. - Die zwei Schrauben {J} am Befestigungswinkel lösen (Fig. 2.7).
Das Kühlaggregat kann nun zusammen mit dem POWER AMPLIFIER PCB vorsichtig aus dem Gerät nach oben herausgehoben werden.
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2.8 Das Input PCB 1.725.700 ausbauen

Ausbau gemäß Anleitung weiter oben

2.1 (oberer Deckel),
2.2 (unteres Abdeckblech) und
2.6 (die Rückwand hinten)

Die beiden CIS-Stecker, die auf das Input PCB führen, abziehen. - Von unten her die beiden Befestigungsschrauben des Prints loesen und den Print festhalten. Print vorsichtig herausschwenken und den Bowdenzug des PHONE-Schalters ausklinken (also nach oben ganz leicht abziehen).

  • Anmerkung : Das klingt zwar ganz einfach, ist es aber nicht. Die Treiberstufenplatine samt der Endstufenplatine und dem ganzen recht großen Peltier- Rippen-Kühlkörper sollte man vorher auch ausbauen. Sonst wird es sehr mühsam. Vor allem sollte man in diesem Zusammehang das Netzeil ausbauen und öffnen und überprüfen. Auch das Ausklinken des blauen Zugbandes vom Drehschalter vorne zum Kontaktsatz auf dem Board ist auch nicht trivial. Wenn man weiß, wie, ist es ganz einfach. Das blaue Zugband mit dem weißen PVC Gehäuse geht nur nach oben abzuziehen.

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2.9 Das Schalt-Netzteil ausbauen (Fig. 2.8 und Fig. 2.9)

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  • Anmerkung : Daß man vor dem Ausbau das Netzkabel abnimmt (und versteckt), sollte ganz normal sein. Daß dabei dann die Zeit eine Rolle spielt, bis sich der große Kondensator des Primärkreises von selbst ganz (vollständig) entladen hat, ist zu beachten. Ein noch so kleiner Spannungsschlag mit 280 bis 300 Volt ist überhaupt nicht mehr lustig. Darum unbedingt den ersten nachfolgenden Satz beachten.

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Unbedingt den Netzteil-Kondensator entladen (Entladeschaltung siehe Kap. 4, Fig. 4.3) und sicherheitshalber auch überprüfen ! Anmerkung : Zwei Meßschnüre mit einem 1 kOhm 5 Watt Lastwiderstand in der Mitte entladen jede Restspannung ganz sicher.

Ausbau gemäß 2.1, 2.2 und 2.6. (Also vorher 2.1 Deckel oben und 2.2 Deckel unten und 2.6 Rückwand abnehmen) - CIS-Stecker ausziehen. - Kondensator- Befestigung {H} lösen. - Vier Schrauben {G} lösen. - Das Netzteil kann vorsichtig nach oben herausgezogen werden.
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2.10 Netzteil-Sicherung auswechseln

Ausbau gemaess 2.2.
die Sicherung kann mit einer Pinzette von unten ausgewechselt werden.

2.11 Lampe der Display-Beleuchtung auswechseln (Fig. 10)

Hier die Abdeckung abnehmen
und jetzt die LED Kette einlöten

Ausbau gemaess 2.1. - Zwei Schrauben {1} von oben lösen. - Abschirmung nach hinten ausfahren. - Die beiden Federkontakte leicht auseinanderdrücken und die defekte und/oder geschwärzte Lampe auswechseln.
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  • Und das ist eigentlich Unsinn, denn die neuen LED Leuchtmittel machen das viel viel besser, heller und langlebiger. (siehe Bild)

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2.12 Endstufensicherungen auswechseln

Ausbau gemäss 2.1. - Die Sicherungen können von oben (auf POWER AMPLIFIER PCB) ausgewechselt werden.

  1. Anmerkung : Eine ganz schlechte Empfehlung bzw. Anleitung. Wenn solch dicke (oder starke) Sicherungen (4 x 3,15 Ampere träge) auslösen, gab bzw. gibt es immer einen triftigen Grund. Und diese Ursache muß immer zuerst gefunden werden, ehe man irgendwelche Sicherungen austauscht bzw. erneuert.

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2.13 Zusammenbau

Der Zusammenbau erfolgt invers zu der Ausbauanleitung.
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  • Anmerkung : Das ist natürlich ziemlich flapsig oder trivial formuliert. Erstens sollten ja alle ausgebauten Schrauben in einem Kästchen beisammen sein und zweitens ist es heutzutage ein Klacks, mit einer Digitalkamera den jeweiligen Ausbauzustand und vor allem die Lage und Farben der Steckverbinder "festzuhalten".
  • Machen Sie lieber mehr Fotos als zuwenig, löschen können Sie die immer noch. Am Ende darf keine Schraube übrig bleiben.

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3. FUNKTIONSBESCHREIBUNG

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  • Hier stehen die wertvollen Informationen, wie dieser Verstärker konzipiert ist und wie er funktioniert. Selbst aus der Sicht von 2019, als ich dieses Service-Manual ins Hifi-Museum übertragen habe, ist das Teil genial. Die Entwickler hatten sich 1982/83 sehr weit aus dem Fenster gelehnt und die damalige Halbleitertechnik mehr aus nur ausgeschöpft. Das zeigen die leichten Verbesserungen und Änderungen im Laufe des Produkt-Lebens des B251.

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3.1 INPUT UNIT - die Platine mit den AUDIO Eingängen

Dieses Bild kann man durch Anklicken noch vergrößern.

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  • Anmerkung : Auf dem Bild ist sehr anschaulich das Funktionsdiagramm skizziert. Beachten Sie die beiden senkrechten Sammelschienen auf der linken Seite der Grafik, die von links erste senkrechte längere Linie und daneben die zweite etwas kürzere senkrechte Linie. Bessere Erklärungen mit Markierungen kommen gleich etwas weiter unten.

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3.1.1 INPUT PCB.1.725.700
(Eingänge und niederpegelige Ausgänge)

Nach den 5 Eingängen AUX, DISC, TUNER und TAPE 1 und TAPE 2 folgen jeweils diskret aufgebaute Operationsverstärker (Differentialverstärker ) mit 0dB Verstärkung.

Das Signal vom Eingang PHONO MM (Moving Magnet) wird über den Wahlschalter für die Eingangskapazität (S101) auf einen diskret aufgebauten Vorverstärker mit 10dB Verstärkung geführt. Die Position von S101 bestimmt eine der drei Eingangskapazitäten des Phonoeinganges MM oder wählt in Stellung 4 auch den als Option nachrüstbaren zweiten Phonoeingang an.

Die 3 umschaltbaren Eingangskapazitäten des Phonoeinganges

Schalterpositionen: 150 300 450
       
eff. Eingangskapazitaet der Geraete bis ca. Nr. 2000 : 120 240 450
eff. Eingangskapazitaet der Geraete ab ca. Nr. 2000 : _68 188 398
(Toleranz aller Werte +/- 10%)      


Der zweite Phonoeingang (die zusätzlichen MC-Cinch-Buchsen hinten) "kann" mit einem MC-(Moving-Coil-) Vor-Vor-Verstärker nachgerüstet werden oder auch mit einem zweiten MM-(Moving Magnet) (Aber was macht das für einen Sinn ??) bestückt werden (das sind Steckplatz-Optionen).

Das Signal vom Moving-Coil-Eingang würde über einen 40dB - (Vor-Vor-) Verstärker geführt. Je nach der Position des Schalters S101 gelangt das Signal vom Eingang PHONO MM oder MC (resp. zweitem MM-Einganq) auf den Phono- Entzerrverstärker (Differentialverstärker mit Kaskodeschaltung und RIAA-Entzerrglieder) mit 30dB Verstärkung.
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Die beiden Stereo-"Sammelschienen"


Sämtliche Eingangssignale werden über FET-Schalter auf zwei Stereo-Sammelschienen geführt. Die FET-Schalter werden über CMOS-Schieberegister (mit internem Latch) angesteuert. Jede Sammelschiene führt auf einen invertierenden Null-dB Verstärker.

Die erste Schiene beliefert den Verstärkerzweig (über die Monitor-Sammelschiene - blaue Pfeile), die zweite andere Schiene (Record Output-Sammelschiene - grüne Pfeile) führt über einen programmierbaren Pegelsteller (DUAL DAC/IO Operationsverstärker mit doppeltem D/A-Wandler) auf die beiden Tonbandausgänge.

Die beiden Tonbandeingänge selbst können nicht auf die "RECORD Output-Sammelschiene" geschaltet werden. Sie sind kreuzverschaltet und direkt auf die entsprechenden Tonbandausgänge geführt.

Wichtig : Die "PEAK READING METER" Pegel-Anzeige im Display
An den Tonbandausgängen ist das "PEAK READING METER" angeschlossen. Sämtliche Eingangs und Ausgangs-Pegel (ausser der Verstärker-Leistung "POWER") werden über den "Record Output-Zweig" gemessen.
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3.1.2 VOLUME PCB 1.725.710

Das (niederpeglige) NF-Siqnal vom INPUT PCB gelangt nun auf eine aktive Klangregelungs- stufe mit "Glockenkurvencharakteristik" (siehe Fig. 3.2). Über den Schalter TONE CONTROL kann die Klanqregelstufe aktiviert werden.

(Anmerkung : normalerweise ist die Klangregel- stufe inaktiv.) (Der Plus-Einganq des nachfolgenden Verstärkers wird über Q703/Q704 auf Masse geleqt. Dadurch bestimmt R102/R202 die Verstärkung (0dB, invertierend).

Nach dieser Verstärkerstufe folgt der MODE-Schalter. Mit diesem Schalter können die Signale der beiden Kanäle auf MONO (L=R) geschaltet werden.
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Das NF-Signal wird ueber einen Dual D/A-Wandler auf den nachfolgenden regelbaren Breitbandverstärker (Differential- verstärker) geführt. Die Regelung dieses Verstärkers steuert der Dual D/A-Wandler IC101/IC201.

Der eine Wandler bestimmt in der Gegenkopplung die Verstärkung, der andere ist als Abschwächer vor den Nullohm-Eingang geschaltet. Dieses Stellglied (je eines pro Kanal) wird für die Einstellung der Lautstärke (VOLUME), der Balance und der Eingangsempfindlichkeit der Eingänge (SENSITIVITY) gebraucht.

Der Regelbereich beträgt -48 dB bis 0 dB (Abschwächung) und 0 dB bis 25 dB (Verstärkung). Die Einstellung erfolgt in 0,5dB- Schritten bis auf -30dB hinunter, danach werden die Schritte immer grösser abgestuft.

Nach diesem Stellglied (mit Verstärkung) folgt ein einstufiger Abschwächer (-20dB), welcher über diskrete FET-Schalter ein- und ausgeschaltet werden kann.

Danach gelangt das Signal auf ein zuschaltbares, aktives Hochpassfilter dritter Ordnung mit Einfachmitkopplung. Dieses Filter (SUBSONIC) ist diskret aufgebaut und wirkt ab 18Hz (das ist der -3 dB-Punkt) mit einer Steilheit von 18dB pro Oktave.
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3.2 Endstufe POWER AMPLIFIER


Die Endstufe ist symmetrisch aufgebaut. Im wesentlichen besteht sie aus drei Stufen:
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  1. eine Differentialstufe mit 25dB Spannungsverstärkung,
  2. eine Stufe mit 33dB für den grossen Spannungshub und
  3. eine dritte Stufe mit Emitterfolgern ohne Spannungsverstärkung aber hohem Ausgangsstrom.

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Die eingesetzten Differentialverstärker mit Kaskodeschaltung machen den Verstärker sehr breitbandig. Die Gegenkopplung bestimmt die Verstärkung der Endstufe von 14dB.

Die Anstiegszeit bei Rechteck-Ansteuerung (und die Breitbandigkeit) wird durch das zweistufige RC-Filter am Endstufeneingang künstlich auf 2us begrenzt. Dadurch ist die Anstiegszeit nicht durch die Open Loop Slew Rate definiert. Sie ist zudem durch die schnelle Ruhestromregelung der Emitterfolger der Ausgangsstufe unabhängig von der Last. Dank dem RC-Filter am Endstufeneingang wird eine transiente Übersteuerunq des Verstärkers verhindert.
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Eine sogenannte "Class A-B" -Endstufe

Die Klasse A-B-Endstufe weist gegenüber Klasse A-Endstufen einen wesentlich höheren Wirkungsgrad auf. Dank der aufwendigen Ruhestromregelung sind alle Vorteile der Klasse A-Schaltung erhalten geblieben.

Die Endstufentransistoren werden über einen Aluminiumblock von einer Heat-Pipe gekühlt.
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3.2.1 Vorstufe (auf POWER AMPLIFIER PCB 1.725.800)

(Bauteileangaben im Text beziehen sich auf den linken Kanal.)

Nach dem RC-Eingangsfilter 2. Ordnung (Begrenzung der Anstiegszeit und der Bandbreite) qelangt das Signal auf die erste Verstärkerstufe (Differentialverstärker mit Kaskodeschaltung) mit 25dB Verstärkung.

Der erste Anschluß dieser Stufe ist auf einen künstlichen Nullpunkt (C303/C304 geführt. Die Referenzspannung (Basispotential) liefert Q318/Q319. Dank einem Emitterfolger weist diese Stufe einen niederohmigen Übergang auf die zweite Stufe aus. Diese Stufe, die Treiberstufe, sorgt mit der hohen Verstärkung von 33dB fuer einen grossen Spannungshub.
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3.2.2 Leistungsstufe (auf POWER AMPLIFIER 1.725.800)

Am Eingang der Leistungsstufe werden Spannungsveräenderunqen gemessen, verstärkt und als Steuerspannung für die Ruhestrom-Regelung verwendet (siehe Kap. 3.2.3).

Damit die Leistunqsstufe jederzeit genügend Strom liefert, wurden drei Emitterfolger in Serie geschaltet. Die Ruhestrom-Regelung gewährleistet jedem Emitterfolger einen minimalen Strom, auch bei grösster Aussteuerung des komplementären Transistors. Die Leistungsstufe ist ohne Spannungsverstärkunq. Das Ausgangssignal wird über ein Relais auf die Lautsprecherklemmen geführt. Ein Teil des Ausgangssiqnals regelt in der Gegenkopplung die Vorstufe.

3.2.3 Ruhestromregelung (auf BIAS C0NTR0L PCB 1.725.790)

Die Ruhestromregelung arbeitet nach dem Prinzip der Gegenkopplung. Die Ströme der Emitterfolger der Leistungsstufe werden geregelt, damit immer an beiden Transistoren eines komplementären Paares ein definierter Strom vorhanden ist. Dies verhindert das Abschalten des einen Emitterfolgers, wenn der komplementäre einen hohen Ausgangsstrom liefert. Die Regelunq berücksichtigt in diesem Fall nur den Transistor mit dem kleinen Strom.

Die Ströme der Komplementärpaare werden durch die Spannung zwischen Basis von Q320/Q321 und die entsprechenden Ausgangs-Emitterwiderstände bestimmt. Die beiden Spannungen bilden den Eingang des Regelkreises. Spannungsveränderungen an diesem Eingang werden verstärkt und dienen als Steuerspannung für die Stromregelschaltung Q508/Q509. Wenn für einen Emitterfolger ein sehr hoher Strom angenommen wird, wird die Wirkungsweise dieser Reqelung ersichtlich.

Ohne Regelung wäre die Spannung am Komplementaertransistör sehr klein. Durch die Regelung fliesst über die Stromregelschaltung (Q508/Q509) ein grösserer Strom durch den entsprechenden Kollektorwiderstand. Dieser erhoeht die Spannung zwischen den Basen der Emitterfolger und vergroessert damit den Strom des schwächeren Transistors. Der Emitterfolger mit dem hohen Ausgangsstrom beeinflusst diese Spannung nicht mehr, da durch die zugehörige Stromregelschaltung praktisch kein Strom mehr fliesst.

3.4 SWITCHING POWER SUPPLY UNIT

Das Netzteil liefert folgende Speisespannungen :

a) Stabilisierte Spannungen :

+25 V +/-5%t 0.3 mV~, 500 mA
-25 V +/-5%f 0.3 mV~, 500 mA
+16 V +/-5%f 0.3 mV~, 100 mA
+ 5 V +/-5%f 0.3 mV~, 400 mA
-16 V +/-5%t 0.3 mV~, 100 mA

b) Unstabilisierte Spannungen :

+35 V (Ladekondensator +25V, +16V Speisung)
-35 V (Ladekondensator -25V, -16V Speisung)
+55 V (2 mal), je 2.5A
-55 V (2 mal), je 2.5A
+11 V (+5V)
Ein Blick auf die sogenannte galvanische Trennung vom Netz


Die 220-240V Netzspannung wird gleichgerichtet. Zur Einschaltstrombegrenzung befinden sich zwei NTC Thermistoren mit je einem 1,5 Ohm Vorwiderstand im Gleichrichterkreis. Ein Halbbrücken-Gegentaktwandler zerhackt die Gleichspannung mit ca. 22kHz. Die so erhaltene Rechteckspannung wird ueber den HF-Netztrafo (Kerngroesse EC 70 mit Ferrit-Kern) auf die Sekundärseite übertragen.

Funktionsweise des Wandlers. (Schaltplan folgt)

R7 lädt C5 auf, bis der Diac bei ca. 8V durchbricht und so den Startimpuls für den selbstschwingenden Wandler erzeugt. Im Betrieb schliesst D1 die Startimpulse kurz. Der Startimpuls schaltet G1 ein und läßt damit über die Spannungsrueckkopplung Strom durch R6 fliessen, bis T2 sättigt. Q1 schaltet aus. Q2 schaltet ein. Die Spannungsrueckkopplung wird umgepolt und laesst den Strom in der anderen Richtung durch R6 fliessen, bis T2 saettigt, damit Q2 wieder ausschaltet und den Vorgang von Neuem beginnt.

Für genügend Basisstrom der Transistoren Q1, Q2 sorgt die Stromrückkopplung über T3. Folgende Sekundär-Spannungen werden gleichgerichtet und "verdrosselt" :

± 55V, zweimal {A}
± 35V, zweimal {B}
+ 11V einmal {C}

Diese unregulierten Spannungen {2 x A} werden den Endstufen, die Spannungen {2 x B} und {1 x C} dem analogen Netzteilboard (STABILISATION PCB) zugeführt. Der Wandler inkl. Trafo (= Übertrager) und die Sekundärgleichrichter sind durch ein eigenes HF-dichtes Gehäuse von der übrigen Elektronik getrennt.
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Analog-Regler-Platine 1.725.810: (wird sehr heiß)

Die benötigten Vorverstärker- und Treiberverstärker- Spannungen +25V, -25V, +16V, -16V, sowie die +5V für die Digital-Chips sind mit Spannungs- reglern (von den Typen LM317/LM337) stabilisiert. Die stabilisierten Spannungen +25V, -25V, +16V, -16V sind über eine Steuerleitung elektronisch schaltbar (POWER 0N oder STANDBY).

3.5 MICROCOMPUTER CONTROL UNIT


Diese Funktionsgruppe beinhaltet die Steuerung des Verstärkers. Das Herz dieser Steuerung bilden zwei maskenprogrammierte Microcomputer 8410/8440. An diesen Einchip-Microcomputern sind die peripheren Schaltungen angeschlossen.
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3.5.l Remote Microcomputer

Der CBUS (Data, Clock, diverse Enables) wird von der bidirektionalen, seriellen Hardware-Schnittstelle des Microcomputers gesteuert. An diesen CBUS sind angeschlossen :

  • - Der TAPE REMOTE PCB zur Ansteuerung der Fernsteuersignale für eine Bandmaschine (Option).
  • - Der Main Microcomputer.


Die IR Fernsteuerung steuert ueber den IR-Preamplifier den externen Interrupt Eingang des Microcomputers. Vom Kassettengerät B710 oder über einen externen Schaltuhrkontakt kann der Verstärker über die galvanisch getrennte POWER ON-Schnittstelle eingeschaltet werden (RON). Der SPEAKERS-Umschalter liefert die Signale 0UT1 und 0UT2. Der Drehschalter PHONO liefert das Signal MC zur Erkennunq des zweiten Phono-Eingangs (Moving Coil oder auch Moving Magnet). Das Keyboard (5x6 Matrix) wird direkt vom Remote Microcomputer abgefragt.
Das Handshaking zum Main Microcomputer wird durch die beiden Leitungen ACK und ROY besorgt.

3.5.2 Main Microcomputer

Die Hauptaufgabe dieses Computers beinhaltet die Steuerung des Peak Program Meters.

Die NF-Signale vom Endverstärker Power-Left und Power-Right sowie die RECORD OUTPUT-Signale IL und LR gelangen ueber einen Analogschalter zum zweikanaligen Spitzengleichrichter.

Der Analogschalter wird vom Microcomputer mit dem Signal B1 vor dem Gleichrichter umgeschaltet und nach dem Gleichrichter von der Steuerleitung A1 im Multiplex-Betrieb abgefragt. Das Signal SAMP entlädt die Ladekondensatoren der Spitzengleichrichter beim Quellenwechsel. Ein logarithmischer A/D-Wandler, vom Microcomputer mit 5Bit parallel angesteuert, beeinflusst die Schaltschwelle eines Komparators. Dieser liefert das Signal COMP an den Microcomputer. Damit errechnet sich der Microcomputer den Wert des Spitzenpegels.

Der CBUS (Data, Clock, diverse Enables) wird von der bidirektionalen, seriellen Hardware Schnittstelle des Microcomputers gesteuert.

An diesen CBUS sind angeschlossen:

- Der 16-fach Ausgangstreiber SAA1061 zur Ansteuerung der 15 LED's.
- Das EAROM MCM 2801.
- Der LCD-Driver PCE2111 auf der Display-Unit.
- Der Analogschalter, welcher den CBUS in drei Richtungen aufteilt:

- Remote-uP
- Volumensteuerung und Zusatzsignale
- Eingangsumschalter und RECORD OUTPUT-Pegelsteller.

Um Einstreuungen in den Signalweg des Verstärkers zu vermindern, wird der CBUS umgeschaltet. Der CBUS-Umschalter wird durch die Signale A2 und B2 gesteuert.

Zur Mode-Umschaltung des EAROMs werden 3 Pins verwendet, welche auch den A/D-Wandler des Peakmeters steuern.

Die einzelnen Enables bedeuten:

SINP Eingangsumschaltung
SVOL Volumensteuerung
SEA EAROM
DLEN2 Display
DLEN LED's

Die Lautsprecherschutzschaltung auf dem STABILISATION PCB liefert das Signal DC.

Der NTC auf dem Kuehlkörper der Endstufen liefert über zwei Komparatoren die Befehle H1 und H2.

Ein Schieberegister, in Serie zum CBUS der Volumensteuerung liefert die statischen Steuersignale:

- PSON Netzteil ein
- PON Endstufe ein
- SPA Lautsprecher A
- SPB Lautsprecher B
- PH Kopfhörer-Relais

3.6 COMMAND UNIT

3.6.1 Keyboard (Tastenfeld)

Das ganze Tastenfeld ist mit einer Gummimembranmatte mit eingesetzten Kontakten realisiert. Eine Montageprintplatte in Goldtechnik bildet den Gegenkontakt.

Das Tastenfeld als 5x6 Matrix aufgebaut wird in Scantechnik vom Remote Microcomputer abgefragt.

3.6.2 Display

Das transflektive LC-Display zeigt die Spitzenspannung in Watt (POWER), den statischen Stand der Volumeneinstellung für beide Kanäle oder die Sensitivity-Funktionen SENSITIVITY INPUT, MAX POWER ON VOLUME und SENSITIVITY SPEAKERS B an.

Die Ansteuerung des Displays erfolgt ueber einen Seriell-Parallel Interface-LCD Driver im Multiplex 1:2 Betrieb. Die Information erhält der LCD-Driver ueber den CBUS vom Main Microcomputer. Die Versorgungsspannung des LCDs ist temperatur-kompensiert.

3.6.3 Remote Control Receiver

Der geregelte IR-Empfaenger verwendet den Intermetall Baustein TEA 1009. Ein nachgeschalteter Pulsformer liefert den Pulszug zum Interupt Anschluss des Remote Microcomputers.

4. EINSTELLUNGEN UNO KONTROLLEN


Achtung: Vor Öffnen des Geraetes muss der Netzstecker "ausgezogen" werden.

4.1 Allgemeines

4.l.l Eingangsteil INPUT PCB 1.725.700

Das Input Board liegt vorne rechts

Die gedruckte Schaltung des Eingangsteils wurde mit Ruecksicht auf die Servicefreundlichkeit des Gerätes so konstruiertt, dass die Eingangszweige untereinander vergleichbar sind. Tritt in einem Kanal ein Fehler auf, so kann er durch einfaches Vergleichen mit dem anderen guten Kanal ermittelt werden.

Damit dieser Vergleich einfach zu bewerkstelligen ist, wurden die Bauteile auf dem Schema und Belegungsplan folgendermassen angeordnet;

  • - Der linke und der rechte Kanal eines Einganges sind klar getrennt
  • - Die Nummerierung der Bauteile des linken Kanals beginnt stets mit einer ungeraden Zahl (Bsp. R32)
  • - Die Nummerierung der Bauteile des rechten Kanals beginnt stets mit einer geraden Zahl (Bsp. R42).

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Beispiel: Die Bauteile des Einganges AUXILIARY tragen die Nummern 01 bis 10 für den rechten und 11 bis 20 fuer den linken Kanal. - Durch diese Nummerierung sollte es ohne weiteres möglich sein, ein Signal durch Vergleichen beider Kanäle zu beurteilen und auf diese Art einen Fehler schnell zu finden. In der Folge erübrigt sich eine Erläuterung der Eingangseinheit in diesem Kapitel.
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4.1.2 Messgeräte und Hilfsmittel

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  1. NF-Generator
  2. NF-Voltmeter
  3. Digitalvoltmeter
  4. 0szilloskope
  5. Regeltransformator (Variac)
  6. 2 Lastwiderstände 8Ohm
  7. Adapterschaltung gemaess Fig. 4.2
  8. Kondensator-Entladeschaltung gemaess Fig. 4.3

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Anmerkung : Das war einmal, heute macht man den überwiegenden Teil der Messungen mit dem Digital-Scope und dem PC mit entsprechender Software.
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4.2 Netzteil 1.725.830 kontrollieren (aufpassen !)

4.2.1 Kontrolle der Speisespannungen auf POWER SUPPLY PCB 1.725.830:

Flachsteckerbuchsen (werden einzeln gesteckt - also aufpassen)

rot +56V \
blau -56V : Speisung Endstufe
qrau 0V /
rot + 56V \
blau -56V : Speisung Endstufe
grau 0V /

CIS-Stecker|

violett|+37V|\
gruen|-37V|:
orange|0V|: Speisung fuer STABILISATI0N PCB 1.725.P10
gelb|+11V|:
rot|0V|/

auf STABIL1SATION PCB 1.725.810:

J2|Pin 1|+25V
J2|Pin 2|-25V
J2|Pin 3|-16V
J2|Pin 4|+16V
J2|Pin 5|+5V
J2|Pin 7|0V-A
J2|Pin 8|0V-O
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Jetzt folgen die Schaltungen und die Blockdiagramme und die technischen Daten

die wir aber detalliert bei der Fehlersuche beschreiben.
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7. TECHNISCHE DATEN UND ABMESSUNGEN

Impulsleistung: 2 x 150W an 8 Ohm - 2 x 300W an 4 Ohm
Slnusleistung: 2 x 100W an 8 Ohm - 2 x 150W an 4 Ohm
Nennleistung: 2 x 100 W an 4 Ohm, beide Kanäle ausgesteuert
Dämpfungsfaktor: 70 bei 1 kHz/4 Ohm

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  • Das ist natürlich verwirrend, weil in Prospekten 2 x 110 Watt an 8 Ohm - nach DIN gemessen - angegeben wurde. Wir haben bei uns sogar 2 x 122 Watt bei 1 kHz an 8 Ohm (1% DALE Meßwiderstände) gemessen, bis alles "geglüht" hatte. Unser B251 war noch auf 220V eingestellt und aus der Steckdose kamen bei uns 230 Volt raus.

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Eingänge+ Empfindlichkeit+ Impedanz      
  TUNER: 160mV ... 2,3V, nominell 500 mV/47 kOhm    
  AUX: 160mV ... 2,3V, nominell 500 mV/47 kOhm    
  DISC; 160mV ... 2,3V, nominell 500 mV/47 kOhm    
  TAPE1: 160mV ... 2,3V, nominell 500 mV/47 kOhm    
  TAPE2: 160mV ... 2,3V, nominell 500 mV/47 kOhm    
  EXT. FILTER   nom. 700mV/47 kOhm    
  PHONO MC: 100pV ... 1,2mV, nominell 300 uV/100 Ohm    
  PHONO MM: 1,6mV ... 23 mV, nominell 5 mV/47 kOhm / 68pF...400pF    
Ausgänge+ Pegel+ zulässige Last:    
  TAPE1: 100mV ... 1,7V, nominell_500mV/>10kOhm  
  TAPE2: 100mV ... 1,7V, nominell_500mV/>10kOhm  
  TAPE COPY: nominell 500mV/>10 kOhm    
  EXT. FILTER: nominell 700mV/>10kOhm    
  KOPFHÖRER_(2x): 15V max. (bei 100 W/4 Ohm), regelbar in 4 Stufen +4, 0, -4, -8  
Klangregler:        
  Bass: 30Hz/±12dB    
  Höhen: 15kHz/±7dB    
Subsonic-Filter: Grenzfrequenz 18Hz 18dB/Oktave (jeder Quelle zuprogrammierbar)
Fremdspanngsabstand :  
(Hochpegeleingänge, bezogen auf 500mV, 96dB bei Nennleistung,
10kOhm Abschluss): 80dB bei 50mW
(Phono MM-Eingang, bezogen auf 5mV, 75dB bei Nennleistung
1kOhm Abschluss): 75dB bei 50mW
äquivalente Fremdspannung am Eingang -124dBV
Übersprechen zwischen Eingängen: (bei 10 kHz) 90dB
Kanaltrennung: (bei 1 kHz) 75dB
Frequenzgang: 20Hz ... 20kHz: +0/-0,2dB
Phono RIAA-Entzerrung: (4 Zeitkonstanten) ±0,3dB
Harmonische_Verzerrung:_(bei_10kHz) 0,01% bei Nennleistung
  0,01% bei 50mW
Anstiegszeit: 2us mit 4 Ohm Last

Allgemeines

Betriebsbedingungen: Umgebungstemp. 5° ... 40°, rel. Luftfeuchtigkeit Klasse F
Leistungsaufnahme: max. 650 Watt
Netz-Ferneinschaltung: vom Cassettenrecorder B710 über 6-polige Buchse
Speicherinhalt: bei Stromausfall bleibt der Speicherinhalt erhalten
Optionen: PHONO-MC-Eingang TAPE TRANSPORT REMOTE B77/B710
Gewicht: 8,5 kg
Abmessungen: 450 x 332 x 153 BxTxH(mm)

Das war der ergänzte und dennoch reduzierte Inhalt des Revox B251 Service Manuals

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